Landhausküche mit La Cornue Standherd in Lübeck
Projekt: Grüne Landhausküche mit La Cornue Herd Le Castel in Lübeck
Das auffälligste Detail dieser Küche sieht aus wie Stein, ist aber Farbe: Eine Fassmalerin hat die Pilaster an der Küchenzeile und der Insel nach der Montage von Hand in Naturstein-Optik gefasst. Der Rest der Möbel wurde ebenfalls erst vor Ort gestrichen, in Salbeigrün. Im Fokus steht ein La Cornue Le Castel 75 in Matt Schwarz. Planung, Koordination der anderen Gewerke und Montage von Das Küchenreich Rohrmann, Showroom auf Gut Schönau in Reinbek bei Hamburg.
Küchentyp -Grüne Landhausküche mit Kücheninsel und freistehender Vitrine, Modell Cambridge, vom Tischler gefertigt
Frontfarbe - Salbeigrün, nach der Montage vor Ort gestrichen
Arbeitsplatte - Granit Atlantis, grauer Naturstein mit schöner Marmorierung
Spüle - Doppelspülstein aus Marmor Grigio Carnico, 90 cm breit
Armatur - Perrin & Rowe, Serie Armstrong, Oberfläche Messing satiniert
Griffe & Handtuchstange - Armac Martin Lincoln, Messing satiniert lackiert
Standherd - La Cornue Le Castel 75, Farbe Matt Schwarz, Beschläge Messing gebürstet, Induktionskochfeld mit vier Kochzonen, ein Elektrobackofen
Haube - Lacanche, Farbe Schwarz, Rand in gebürstetem Edelstahl
Ort - Lübeck
Planung - Das Küchenreich Rohrmann, Gut Schönau - Reinbek
Landhausküche in Grün
Grün ist in der Landhausküche kein Modeton, sondern die Farbe, die sich am längsten hält, weil sie mit Holz, Naturstein und Messing zusammengeht, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Entscheidend ist die Sättigung. Ein kräftiges Flaschengrün hätte die breiten Cambridge-Rahmen zusätzlich beschwert, ein Mintton wäre am Grau der Arbeitsplatte vorbeigegangen.
Salbeigrün hält sich dabei zurück. Es nimmt Tageslicht auf, ohne ins Kalte zu kippen, und liegt nah genug am Grau der Arbeitsplatte, dass keine der beiden Flächen die andere überstimmt. Gegen das Matt Schwarz des La Cornue Herds wirkt es weich, ohne zu verschwinden. Der Herd bleibt der zentrale Punkt im Raum, die Möbel bilden den Hintergrund.
Warum die Farbe erst nach der Montage kam
Küchenzeile, Insel und Vitrine standen fertig im Raum, bevor der erste Pinselstrich fiel. Das kostet Zeit, bringt aber einen Vorteil mit sich, der bei einer grünen Landhausküche für den Anstrich vor Ort spricht: Der genaue Farbton lässt sich am fertigen Raum entscheiden, mit dem tatsächlichen Licht, dem gelegten Boden und dem aufgestellten Herd daneben.
Gerade wenn, so wie bei diesem Projekt, nicht nur die Küche ausgetauscht wird, sondern auch der Boden neu gefliest, alle Wände gestrichen und neue Lampen angebracht werden. Farbmuster im Showroom geben eine Richtung, die letzte Abstimmung passiert in der Küche.
Handgefasste Pilaster
An den Außenecken der Zeile und an allen vier Ecken der Insel haben wir Pilaster gesetzt. Sie geben der Insel von jeder Seite eine Kante und lassen die Zeile zu beiden Seiten hin bewusst enden.
Die Pilaster hat eine Fassmalerin anschließend einzeln bearbeitet. Grundton, Aderung und Tiefe entstehen in mehreren Lagen mit dem Pinsel, als Vorlage diente der Naturstein der Arbeitsplatte. Aus der Entfernung hält man die Flächen so für massiven Stein.
Zwei Steinsorten, ein Grauton
Für die Arbeitsflächen fiel die Wahl auf Atlantis: grauer Grundton, leichte Marmorierung, genug Bewegung für ein Naturmaterial und dabei sehr unempfindlich gegen Hitze und Säure.
Der Spülstein ist ein eigenes Thema. 90 Zentimeter breit, aus Marmor Grigio Carnico, zwei getrennte Becken erleichtern das arbeiten. Marmor reagiert empfindlicher auf Säuren als Granit, das haben wir vor der Bestellung durchgesprochen. Die Bauherren wollten genau dieses Material, einschließlich der Patina, die sich mit den Jahren einstellt.
Messing gegen Messing
Hier steckt eine bewusste Entscheidung, die man erst nach einiger Zeit sieht. Die Griffe von Armac Martin aus der Kollektion Lincoln und die Handtuchstange sind in Messing gebürstet lackiert ausgeführt. Der Lack versiegelt die Oberfläche, so dass sich das Finish durch die Nutzung nicht verändert.
Die Armatur von Perrin & Rowe, Serie Armstrong, die beiden Ablaufventile im Spülstein und die Beschläge an Standherd und Geschirrspüler von La Cornue sind dagegen unlackiertes satiniertes Messing. Sie oxidieren, werden dunkler und bekommen immer mehr eigenen Charakter, dort am stärksten, wo Hände und Wasser hinkommen.
Der La Cornue Le Castel 75 als Maßvorgabe
Der Standherd stand vor der Möbelplanung fest, alles andere richtet sich nach ihm. So planen wir jede Küche, in der ein La Cornue Herd steht: Erst liegt die Position des Geräts fest, dann entstehen Zeile, Insel und Laufwege darum herum. Le Castel 75 in Matt Schwarz, Beschläge in gebürstetem Messing, vier Induktionskochzonen und ein Elektrobackofen. Links und rechts davon liegt Arbeitsfläche, der Spülstein ist direkt erreichbar.
Nischenmaß, Stromanschluss und Abluftführung haben wir vor der Bestellung geprüft, bei einem Gerät dieser Preisklasse wird nichts nachträglich angepasst. Ein La Cornue bringt Gewicht, Tiefe und einen Anschlussbedarf mit, der zum Haus passen muss. Diese Prüfung gehört bei uns vor die Unterschrift, nicht hinter die Anlieferung.
Am gegenüberliegenden Ende der Zeile sitzt der Geschirrspüler hinter einer Front von La Cornue. Dadurch, dass die Farbe und die Beschläge passend zum Herd gewählt wurden, wird hier die Optik noch einmal aufgegriffen und ein weiterer Blickfang gesetzt.
Vitrine mit Facettenschliff
Die Vitrine ist kein Einbauelement, sondern ein freistehendes Möbel mit einer kleinen Ablagefläche und zwei Glastüren mit Facettenschliff im oberen Bereich. Gestrichen wurde sie im selben Farbton wie die Küchenmöbel, so entsteht ein harmonisches Gesamtbild.
Häufige Fragen zu diesem Projekt
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Die Bauherren haben genau diesen Spülstein bei uns in der Ausstellung auf Gut Schönau gesehen und angefasst. Danach stand fest, dass er in ihre Küche soll, trotz des empfindlichen Materials. Marmor verlangt im Alltag etwas mehr Vorsicht: Zitronensaft, Essig und Entkalker dürfen nicht stehen bleiben, sonst ätzen sie die Oberfläche matt. Wer eine Oberfläche will, die in zehn Jahren aussieht wie am ersten Tag, sollte Granit wählen. Wer die Patina als Teil des Materials versteht, bekommt mit Marmor ein Becken, das mit den Jahren an Charakter gewinnt.
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Ja, das Kochfeld gehört zur Konfiguration des Geräts. In diesem Projekt sind es vier Induktionszonen und ein Elektrobackofen. Für Gas braucht es eine Form von Gasanschluss und, ab einer gewissen Leistung, einen Dunstabzug mit Abluft. Beides klären wir bei der Konfigurierung mit Ihnen. Auch Mischvarianten mit Gasbrennern und Induktionszonen in einem Gerät sind möglich.
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Ja, wenn man weiß, worauf man sich einlässt. Die unlackierten Teile werden dunkler und fleckiger, wenn sie nicht sehr regelmäßig poliert werden, die lackierten bleiben, wie sie sind. Nach einiger Zeit ergeben sich dadurch zwei sichtbar verschiedene Töne. In diesem Projekt war das gewollt und die Aufteilung wurde vorher festgelegt.
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Nein, bei dieser besonderen Front muss das Gerät passend dazu ausgewählt werden. Eine Front von La Cornue ist deutlich schwerer als eine normale Holzblende, und nicht jeder Geschirrspüler kommt mit diesem Gewicht zurecht. Die zulässigen Frontgewichte unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller und teilweise von Baureihe zu Baureihe. Wir prüfen daher vorab Nischenmaß, Türgewicht, Scharniere und Türfeder und legen das Gerät erst danach fest.
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In unserem Showroom auf Gut Schönau in Reinbek, rund 20 km von der Hamburger Innenstadt entfernt. Hier zeigen wir Ihnen einen La Cornue Château 165 mit passender Haube und Schränken sowie einen La Cornue CornuFé 110. Kochfeld ausprobieren, Griffe anfassen, Farbmuster daneben halten: Das ersetzt jeden Katalog. Termine vereinbaren wir gerne vorab telefonisch oder über unsere Terminbuchung einfach online.